RMW Motorsport feiert Doppelsieg beim Kart-Youngster-Cup in Kerpen

  • Liam Petriglieri und Lennart Bauerschmidt überzeugen bei den Rotax Junioren
  • Rotax-Mini-Duo Grunert und Mandler nach starker Qualifikation im Pech

Ein turbulentes Rennwochenende erlebte RMW Motorsport beim siebten Lauf des ADAC Kart-Youngster-Cups auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring in Kerpen. Mit fünf Fahrerinnen und Fahrern stellte sich die Mannschaft aus Koblenz den ständig wechselnden Witterungsbedingungen und durfte sich trotz einiger Rückschläge über einen Klassendoppelsieg bei den Rotax Junioren freuen.

Einen perfekten Auftakt legte das RMW-Duo bei den Rotax Mini hin. Louis Grunert sicherte sich mit 0,127 Sekunden Vorsprung die Pole-Position vor seinem Teamkollegen David Mandla. Damit gehörte die komplette erste Startreihe der Mannschaft aus Koblenz. Doch die Hoffnungen auf einen Doppelerfolg erhielten im ersten Rennen einen herben Dämpfer. Grunert drehte sich in Führung liegend und verlor viel Zeit, weil sein Motor zunächst nicht wieder ansprang. Der Youngster musste den Lauf schließlich vorzeitig beenden. Auch Mandla konnte seine starke Ausgangslage nicht vollständig nutzen und wurde Neunter seiner Klasse.

Im zweiten Rennen bewies Grunert eindrucksvoll seinen Kampfgeist. Aus dem hinteren Feld arbeitete er sich innerhalb der ersten drei Runden um gleich zehn Positionen nach vorne und zeigte dabei seine starke Pace. Doch erneut wurde der Youngster ausgebremst. Nach einem weiteren Dreher ließ sich der Motor beim anschließenden Startversuch zunächst nicht wieder in Gang bringen. Am Ende blieb ihm Rang acht in der Klassenwertung. Noch härter traf es Teamkollege Mandla. Der RMW-Pilot wurde in eine Kollision verwickelt, bei der ein Konkurrent über sein Kart fuhr. Das wurde dabei stark beschädigt und Mandla musste das Rennen vorzeitig beenden. Damit blieb das Rotax-Mini-Duo trotz überzeugender Leistung im Qualifying ohne die erhofften Spitzenresultate.

Für Jubel sorgten hingegen die Rotax Junioren. Neuzugang Liam Petriglieri präsentierte sich trotz gesundheitlicher Probleme in guter Form und unterstrich seine Möglichkeiten bereits mit Platz zwei im Zeittraining. Nach einer Disqualifikation im ersten Rennen meldete sich Petriglieri im zweiten Durchgang eindrucksvoll zurück. Der RMW-Schützling setzte sich gegen seine Konkurrenten durch und sicherte sich den Sieg.

Direkt dahinter folgte Gastfahrer Lennart László Bauerschmidt, der sich auf Anhieb gut in die Mannschaft einfügte. Bereits im ersten Rennen hatte er mit Rang zwei überzeugt und bestätigte dieses Ergebnis auch im zweiten Durchgang. Damit sorgten Petriglieri und Bauerschmidt für einen RMW-Doppelsieg bei den Rotax Junioren und belohnten die Mannschaft für die intensive Arbeit während des Wochenendes.

Bei den X30 Junioren stellte sich Ella Brand Albornoz den schwierigen Streckenverhältnissen. Der ständige Wechsel zwischen trockener und nasser Fahrbahn

machte es der Nachwuchspilotin zunächst schwer, einen konstanten Rhythmus zu finden. Im Laufe des Wochenendes gelang ihr die Anpassung jedoch immer besser. Nach Platz sieben im Qualifying und demselben Rang im ersten Lauf steigerte sie sich im zweiten Rennen auf Position sechs. Für die noch unerfahrene Fahrerin war es ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung.

Neben dem eigentlichen Renngeschehen nutzte RMW Motorsport das Event auf dem Erftlandring auch für erste Vorbereitungen auf die kommende Saison. Bereits ab Donnerstag war die Mannschaft vor Ort und betreute zusätzliche Fahrer bei Testfahrten mit Blick auf das Motorsportjahr 2027.

„Das war ein wirklich turbulentes Wochenende mit ständig wechselnden Bedingungen. Louis und David haben mit den ersten beiden Plätzen im Zeittraining gezeigt, was möglich gewesen wäre. Leider hat uns das Rennglück bei den Minis diesmal gefehlt. Dafür haben Liam und Lennart bei den Rotax Junioren mit ihrem Doppelsieg eine tolle Leistung gezeigt. Auch Ella hat sich unter den schwierigen Bedingungen weiter gesteigert. Wir haben wieder viel gearbeitet und wichtige Erkenntnisse gesammelt“, zog Teamchef Michael Wangard sein Fazit.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt für RMW Motorsport nicht. Bereits am kommenden Wochenende ist die Mannschaft erneut an zwei Schauplätzen gefordert. Während ein Teil des Teams beim Nachholrennen des ADAC Kart-Youngster-Cups in Walldorf antritt, steht parallel das Saisonfinale des Eifel-Erft-Cups auf dem Erftlandring in Kerpen auf dem Programm. Dort möchte die Koblenzer Mannschaft wieder um die vorderen Positionen kämpfen.